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"Kunst&Justiz" - ein Projekt des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz

„Vertriebene Verbliebene“ Fotografie und Lyrik von Sebastian Locke

Als er vor ziemlich genau 5 Jahren in die Selbstständigkeit als freier Fotograf und Lyriker startete, war für Sebastian Locke, der Design studierte, sich aber schon immer mehr als Künstler fühlte, vieles ungewiss. Er konnte noch nicht sagen, was in 5 Jahren sein wird, ob die Schritte, die er geht, die richtigen sind und ob das Zusammenspiel von Chancen und Risiken mit dem Medium Fotografie den gewünschten Erfolg mit sich bringen.

Eine Einzelausstellung wie die aktuelle im Görlitzer Gerichtsgebäude wäre damals nicht selbstverständlich für ihn gewesen und ist es auch heute nicht. Sebastian Locke ist dankbar für jede Möglichkeit, der Öffentlichkeit einen Teil seiner Bilder- und Gedankenwelt zu zeigen -


Landschaftsmotive fast ausschließlich aus der Region, die anmuten, als wären sie hunderte Kilometer entfernt entstanden, mal kraftvoll-komplex, mal minimalistisch reduziert, mit einem Augenzwinkern und oft weit weg von Postkarten-Klischees, wenn man an die Oberlausitz denkt.

Mit Stift und Kamera kitzelt er den Dingen des Alltags das Besondere heraus und schafft unprätentiöse und unvoreingenommene Werke, die dem Betrachter die Chance geben, auf eine Reise ins eigene Innere zu gehen.
Die Kunst von Sebastian Locke rüttelt nicht auf.

Sie zeigt vordergründig nicht mit dem Finger auf gesellschaftliche oder politische Missstände.
Sie will lediglich beweisen, dass es immernoch und mehr denn je Wert hat, an humanistischen Grundideen festzuhalten, an das Gute im Menschen zu glauben und die Schönheit seiner Umgebung hervorzuheben, auf dass sie erhalten bleibt.

Sucht man in der Kunst nach der Kritik und Provokation, liegt sie bei Sebastian Locke wohl in diesem Ansatz, leise und unscheinbar.